11.06.2011 - Anzeiger für Harlingerland
Schlosspark Lütetsburg – Botanische Schätze entdecken
Mit seinen über 150 Baum- und Straucharten sowie einzigartigen Bauwerken und Staffagen erwartet der größte private Englische Landschaftsgarten Norddeutschlands seine Besucher. Spaziergänger, Schatzsucher und Botanikfreunde sind herzlich eingeladen, den größten privaten Englischen Landschaftsgarten Norddeutschlands zu entdecken: Inmitten der baumarmen Landschaft Ostfrieslands, hinter steinernen Mauern verbirgt sich ein Kleinod europäischer Landschaftsgartenkunst: Der 30 Hektar große, liebevoll gepflegte Schlosspark Lütetsburg.
„Ein uraltes Schloss am Meeresstrand; ein herrlicher Park im baumlosen Land. . .“ – zu diesen poetischen Zeilen ließ sich Theodor Fontane 1882 bei einem Spaziergang durch den Schlosspark inspirieren. Auch heute noch entführt der Schlosspark seine Besucher auf prächtigen Alleen und verschlungenen Pfaden in die Vielfalt der Natur: Hinein in ein faszinierendes Blütenmeer aus Rhododendren und Azaleen. Und auch außerhalb der Blütezeit zieht er seine Besucher mit seinem jahreszeitlichen Charme in den Bann.
Doch nicht nur Naturliebhabern eröffnet der Schlosspark wahre Juwelen: Versteckte historische Schätze wollen entdeckt werden und laden ein zu einer Reise in die Entstehungsgeschichte des Englischen Landschaftsgartens. Die ge-fühlvoll integrierten historischen Bauwerke, Staffagen und mit Inschriften verzierten Parkbänke gewähren authentische Einblicke in die ostfriesische Familiengeschichte der Schlossbesitzer – eine spannende Schatzsuche für Historikinteressierte.
Im Schlossparkcafé lässt es sich bei saisonalen Spezialitäten herrlich entspannen – auf der großen Sonnenterasse oder im alten Gewächshaus unter dem grünen Dach der alten Rebstöcke.
Der Schlosspark Lütetsburg ist Teil des gleichnamigen Gutes, das seit dem Ende des 16. Jahrhunderts dem zum ostfriesischen Uradel zählenden Geschlecht der Grafen zu Inn- und Knyphausen gehört. Bis heute ist das Wasserschloss Wohnsitz der Familie. Der Grundriss der Schlossanlage stammt aus der Renaissance, die Vorburg mit ihrem schönen Torhaus stammt aus dem Barock. Das Schloss wurde mehrfach zerstört und in der heutigen Form erst durch den Vorgänger der jetzigen Besit- zer, Fürst Wilhelm Edzard, nach dem Zweiten Weltkrieg erbaut. Der Vorgängerbau der Neorenaissance wurde durch einen Bombenangriff 1944 schwer beschädigt und durch einen Brand im Jahre 1956 völlig zerstört.
Der Park in seiner heutigen Form geht maßgeblich auf den Freiherrn Edzard Mauritz zu Inn- und Knyphausen zurück: Als er das Gut 1789 im Alter von 41 Jahren erbte, begann er sofort mit der Arbeit an einer völlig neuen Gartenanlage. Bis zu sei- nem Tode 1824 war ihm die künstlerische Arbeit an seinem Park so wichtig, dass er regelmäßig im bis heute geführten Familienbuch Rechenschaft ablegte von allem, was er im Garten tat und warum er es tat. Sein Nachfahre, Fürst Wilhelm Edzard, ein leidenschaftlicher und kenntnisreicher Gartenliebhaber, begann 1932 mit der grundlegenden Rekonstruktion, Ausbau und Umgestaltung des inzwischen verwilderten Parks: Durch die Beseitigung vergreister Gehölze und Bäume wurden zugewachsene Durchblicke zurückgewonnen, es entstanden intime Gartenräume, die dem Parkgründer für seine Idee empfindsamen Naturgenusses so wichtig gewesen waren.
Historische Staffagen und Bauten ließ Fürst Wilhelm Edzard rekonstruieren und in ihrer Ursprünglichkeit in den Garten einfügen, sodass er den nächsten Generationen nicht nur ein museales Schauobjekt übergeben hat, sondern auch einen Ort an dem man Familientradition lebhaft nachspüren kann.
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„Neun Gemäuer – Neun...
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Carla Reckling
der Leuschner.Creativbüro
Telefon: +49 (0)30 – 28 09 50 47
E-Mail: presse@schlosspark-luetetsburg.de
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